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Shark Info 1 / 95   (30.09.1995)

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Der Weisse Hai: weltweiter Schutz gefordert

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Der Weisse Hai: keine Bestie

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Der Weisse Hai: Weltweiter Schutz gefordert

Weisser Hai

Foto: Weisser Hai     © Shark Info / Doug Perrine

Dieses Bild ist mit einem elektronischen Wasserzeichen versehen.

Der Weisse Hai ist bedroht. An Südaustraliens Küsten, dem dichtesten Verbreitungsgebiet des grössten lebenden Raubfisches, werden heute dreissig Mal weniger Tiere vermutetet als noch vor dreissig Jahren. Für ganz Kalifornien lauten die Schätzungen auf 2000 bis 3000 Tiere. Einige Wissenschafter glauben, dies sei zu wenig, um die Population langfristig am Leben zu erhalten. Wieviele Weisse Haie weltweit noch leben, ist unbekannt. Schuld an der Dezimierung ist unter anderem die Sportfischerei; ausserdem fehlen gesetzliche Bestimmungen, die den Fang regeln. Einen «Grossen Weissen» zu fangen, gilt vielerorts noch immer als Symbol des Sieges über das Böse. Geschadet haben dem Tier der in mehreren Folgen produzierte Horrorfilm «Jaws» («Der Weisse Hai»), dessen erste Fassung 1975 von Steven Spielberg gedreht wurde. Der Weisse Hai (Carcharodon carcharias) steht am Ende der marinen Nahrungskette und spielt deshalb für das Ökosystem eine zentrale Rolle. Auf Antrag der Haispezialisten-Gruppe der IUCN (Weltnaturschutz-Union) soll er nun zusammen mit anderen bedrohten Haiarten in das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) Eingang finden.



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modifiziert: 04.06.2016 10:48