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Shark Info 2 / 02   (20.07.2002)

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  Intro:

Wissenschaft hilft dem Weissen Hai

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Modernste Wissenschaft hilft dem Weissen Hai

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  Artikel 1:

Die Rolle von CITES im Schutz und Management von Haien

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Hai-Ausstellung in Z├╝rich

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Haie in Forschung und Wirtschaft

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Dr. Erich Ritters Unfall mit einem Bullenhai

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  Fact Sheet:

Lachshai

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Fact Sheet: Lachshai

Lachshai

Der Lachshai Lamna ditropis.

© Dietmar Weber / Hai-Stiftung

deutsch: Lachshai
englisch: Salmon shark, Pacific porbeagle
französisch: Requin-taupe saumon
spanisch: Marrajo salmon

Die Biologie der Lachshaie (Lamna ditropis)

Eine häufige Art, die sowohl in Küstennähe als auch ozeanisch leben kann. Sie bevorzugen nördliche, kalte Gewässer. Lachshaie sind, wie einige andere Arten der Familie der Lamnidae, in der Lage, ihre Körpertemperatur mit Hilfe eines Wundernetzes (Rete mirabilis) über der sie umgebenden Wassertemperatur zu halten. Man findet sie sowohl an der Oberfläche als auch in Tiefen bis zu 150 m. Sie schwimmen alleine oder in Schulen und sammeln sich zum gemeinsamen Fressen.

Äusseres Erscheinungsbild

Lachshaie haben einen spindelförmigen, leicht bauchigen Körper mit auffallend grossen Kiemenspalten. Ihre Schnauze ist konisch, die erste Rückenflosse ist sehr gerade und hoch. Der Ansatz der Rückenflosse befindet sich über oder leicht hinter der Insertion (hinteres Ende der Basis) der Brustflossen. Ihre zweite Rückenflosse ist sehr klein und liegt ungefähr über dem Beginn der Analflosse. Der Schwanzstiel weist deutlich ausgeprägte Kiele auf. Sekundäre Kiele befinden sich an der Schwanzbasis. Die Schwanzflosse selbst ist mondsichelartig geformt.

Färbung

Der Rücken der Lachshaie ist dunkelgrau gefärbt, ihr Bauch ist weiss. Der Übergang der Färbung liegt an den Flanken und weist dunkle Punkte und Flecken auf. Die erste Rückenflosse ist bis hin zu ihrem freien Ende dunkel gefärbt.

Verbreitung

Lachshaie findet man im nördlichen und östlichen Pazifik um Japan und Korea. Ihre Verbreitung reicht von der Beringstrasse bis ins südliche Kalifornien. Möglicherweise stossen sie bis in die Baja California und Mexiko vor.

Lachse sammeln sich häufig, bevor sie zum Laichen in die Flüsse aufsteigen, vor den Flussmündungen. Diese periodische Ansammlung von Lachsen zieht in Gebieten Nordamerikas regelmässig grössere Zahlen von Lachshaien an.

Grösse

Ihre maximale Grösse liegt bei etwa 300 cm. Durchschnittlich werden sie zwischen 250 und 280 cm lang.

Ernährung

Lachshaie ernähren sich, wie der Name bereits andeutet, bevorzugt von pazifischen Lachsen (Gattung: Oncorhynchus), aber auch von anderen Knochenfischen.

Fortpflanzung

Lachshaie vermehren sich plazental vivipar (ovovivipar). Bei ihnen ist Kannibalismus im Uterus bekannt, bei dem die Embryonen im Mutterleib weniger weit entwickelte Eier fressen. In der Regel bekommen Lachshaie bis zu 4 Junge pro Wurf. Die Männchen erreichen die Geschlechtsreife bei einer Länge von 180 bis 240 cm.

Ähnliche Arten

Lachshaie könnten mit Heringshaien (Lamna nasus) verwechselt werden. Eine klare Unterscheidung ist jedoch anhand des freien Endes der ersten Rückenflosse möglich. Während es beim Lachshai so dunkel wie die Rückenflosse gefärbt ist, ist es bei Heringshaien deutlich weiss gefärbt und weist eine klare Trennlinie auf.

Zusammentreffen mit Menschen

Wie andere Arten der Familie der Lamnidae können Lachshaie aufgrund ihrer Grösse potentiell gefährlich sein.

Gefährdung

Der Bedrohungsgrad der Lachshaie ist ungewiss. Da sie jedoch im Nordpazifik von japanischen Longlinern befischt werden, könnten ihre Bestände dort gefährdet sein.

Veröffentlichung nur mit Quellenangabe: Shark Info



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modifiziert: 04.06.2016 10:48