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Shark Info 1 / 02   (27.03.2002)

Author

  Intro:

Haie und CITES

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  Hauptartikel:

Haie und CITES

Dr. Thomas Althaus

  Artikel 1:

Haie in Forschung und Wirtschaft

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  Artikel 2:

Die Verbreitung des Weissen Haies wird durch das Geschlecht beeinflusst

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  Artikel 3:

Erweiterte Nische für den Weissen Hai

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  Artikel 4:

Fragen und Antworten (Fortsetzung)

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  Artikel 5:

E. Ritter verlässt Shark Info und die Hai-Stiftung

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  Fact Sheet:

Hundshai

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Die Verbreitung des Weissen Haies wird durch das Geschlecht beeinflusst

Bericht Shark Info

Das Wanderverhalten von Haien ist in Bezug auf ihren Schutz sehr wichtig. In dieser Studie wurden Populationen von Weissen Haien der Küstenregionen vor Süd Afrika, Australien und Neuseeland auf ihr Wanderverhalten hin untersucht. Für derartige Untersuchungen werden Teile der mitochondrialen DNS analysiert.

Mitochondrien sind Zellorganellen mit eigener DNS, die bei den meisten Tieren nur durch die Weibchen, also durch die Eier vererbt werden, so auch bei Haien. Die Untersuchung dieser DNS offenbart die rein weibliche Erblinie.

Im Gegensatz zur mitochondrialen DNS wird die DNS des Zellkerns je zur Hälfte von der Mutter (durch das Ei) und dem Vater (durch das Spermium) vererbt. Die Untersuchung solcher Kern DNS zeigt also die mütterliche wie auch die väterliche Vererbungslinie.

Die Untersuchung zeigte bei der weiblich vererbten mitochondrialen DNS statistisch signifikante Unterschiede zwischen den drei Populationen aus Süd Afrika und Australien/Neuseeland. Daraus kann der Schluss gezogen werden, dass weibliche Weisse Haie sehr selten zwischen Süd Afrika und Australien/Neuseeland wandern und sich fortpflanzen. Die Analyse der zweigeschlechtlich vererbten Kern DNS zeigt jedoch keine signifikanten Unterschiede zwischen den Populationen (52 untersuchte Tiere für Australien/Neuseeland und 43 für Süd Afrika). Aus diesen beiden Resultaten wird von den Autoren geschlossen, dass weibliche Tiere einer Region relativ treu bleiben. Männchen hingegen wandern, in genetisch wirksamem Masse, in den Weltmeeren umher und paaren sich in Australien wie Südafrika mit den dort ansässigen Weibchen. Diese Erkenntnis ist für den internationalen Schutz der Weissen Haie grundlegend. Bei einem geschlechtsbestimmten Verbreitungspotential können nur internationale Schutzmassnahmen greifen. Ausgefischte lokale Bestände würden nur selten und zufällig durch einwandernde Weibchen ergänzt.

Quelle: Nature Vol. 412, 12. Juli 2001, Seiten 139-140

Zusätzliche Informationen: http://stripe.colorado.edu/~am/WhiteSharks.html

Veröffentlichung nur mit Quellenangabe: Shark Info



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modifiziert: 04.06.2016 10:48