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Shark Info 1 / 02   (27.03.2002)

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  Intro:

Haie und CITES

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  Hauptartikel:

Haie und CITES

Dr. Thomas Althaus

  Artikel 1:

Haie in Forschung und Wirtschaft

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  Artikel 2:

Die Verbreitung des Weissen Haies wird durch das Geschlecht beeinflusst

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  Artikel 3:

Erweiterte Nische für den Weissen Hai

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  Artikel 4:

Fragen und Antworten (Fortsetzung)

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  Artikel 5:

E. Ritter verlässt Shark Info und die Hai-Stiftung

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  Fact Sheet:

Hundshai

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Fact Sheet: Hundshai

G. galeus

Der Hundshai Galeorhinus galeus.

© Innerspace Visions / Hai-Stiftung

Synonym: Galeorhinus zyopterus
deutsch: Hundshai
englisch: Tope shark, Soupfin shark, School shark
französisch: Requin-ha
spanisch: Cazon

Die Biologie des Hundshaies Galeorhinus galeus

Hundshaie sind eine aktive, schnell schwimmende Art, die sich vornehmlich in küstennahen Bereichen aufhält . Teilweise leben sie auch pelagisch, jedoch nicht ozeanisch. Sie halten sich bevorzugt in Tiefen zwischen 2 m bis ca. 470 m auf. Hundshaie schwimmen oft in Schulen. Sie sind sehr migratorisch und haben erwiesenermassen schon Distanzen von 2500 km zurückgelegt. Es konnte beobachtet werden, dass sich die Weibchen und Männchen ausserhalb der Paarungszeit eher getrennt aufhalten. Schwangere Weibchen schwimmen in sehr flache Gebiete um zu gebären. Entsprechend leben die Juvenilen eher in ufernahen Regionen.

Äusseres Erscheinungsbild

Typische Hundshaiart mit horizontal ovalen Augen und langer Schnauze. Die zweite Rückenflosse ist deutlich kleiner als erste und hat etwa dieselbe Grösse wie die Analflosse, die unmittelbar gegenüber liegt.

Färbung

Der Rücken ist bronzefarben bis grau-braun. Der Bauch ist weisslich und wirkt blass.

Grösse

Sie erreichen eine Grösse von maximal 195 cm. Tiere in der Region Australiens haben jedoch nur eine Maximalgrösse von 175 cm.

Ernährung

Hundshaie haben ein breites Nahrungsspektrum. Sie fressen bevorzugt Knochenfische wie Heringe, Sardinen und Dorschartige. Neben frei schwimmenden und bodenlebenden Fischen fressen sie jedoch auch Krabben und andere Invertebraten.

Fortpflanzung

Hundshaie sind lebendgebärend ohne eine Dottersack-Plazenta (ovovivipar). Die Wurfgrösse kann zwischen 6 und 52 Jungtieren variieren, in der Regel sind es zwischen 20 und 35 Nachkommen. Die Jungtiere sind zwischen 30 bis 40 cm lang. Die Geschlechtsreife wird bei Männchen etwa im 8. (120 - 170 cm), bei Weibchen im 11. Jahr (130 - 185 cm) erreicht. Die Lebenserwartung der Hundshaie wird auf mindestens 55 Jahre geschätzt.

Verbreitung

Westlicher Südatlantik: südliches Brasilien bis Argentinien. Östlicher Atlantik: Island, Norwegen, Färöer-Inseln und Grossbritannien. Gesamtes Mittelmeer. Senegal, ob weiter südlicher entlang der Westküste von Afrika ist fraglich, sicher jedoch in Südafrika. Westlicher Südpazifik: Australien (westliche und südliche Regionen), Neuseeland. Zentralpazifik: Laysan Inseln. Östlicher Pazifik: British Columbia bis in die südliche Baja California, Peru und Chile.

Ähnliche Arten

Wegen ihrer typischen Form können Hundshaie nur schwer mit anderen Arten verwechselt werden.

Zusammentreffen mit Menschen

Durch ihre Maximalgrösse von unter zwei Metern sind Hundshaie für den Menschen nicht gefährlich.

Gefährdung

Wie schon die Übersetzung des englischen Namens Suppenflossen-Hai (Soupfin shark) erahnen lässt, sind viele Bestände der Hundshaie bedroht, da sie stark überfischt sind. So wurde der Suppenflossen-Hundshai in Kalifornien fast ausgerottet.

Veröffentlichung nur mit Quellenangabe: Shark Info



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modifiziert: 04.06.2016 10:48